Eigentlich mag ich mich nicht gerne zu Tages politischen Debatten äußern denn als parteiloser Individualist bin ich auf den Spiegel, die Zeit und die Bildzeitung und ähnliche Informationsquellen angewiesen. Mein Eindruck zu Norbert Röttgens Demontage mag deshalb nicht unbedingt objektiv sein aber folgendes ist mir aufgefallen. Die NRW Wahl stand ins Haus und als Kandidat erschien der Umweltminister auf den Plan. Damals wunderte ich mich schon über die Personalie und die Erinnerungen an zu Gutenberg wurden wach. Was macht man mit einem beliebten Minister der der Kanzlerin gefährlich werden kann? Na, man lobt ihn weg und setzt ihn auf einen Posten bei dem Schaden fast vorprogrammiert ist. Bei zu Gutenberg war es das Verteidigungsministerium und bei Röttgen diese, vermutlich Merkel gesteuerte Entscheidung sich in die NRW Landtagswahl einzumischen. Bis dahin stand Norbert Röttgen gar nicht zur Debatte und jetzt ist er nicht nur Wahlverlierer sondern auch noch das Umweltministerium auf diese unrühmliche Art und Weise los. Für mich sieht das ganz und gar nicht nach Folgeerscheinung der Wahl schlappe aus sondern eher nach Kalkül. Kann es sein das man hier den Umweltminister weg loben wollte und nach der verpatzten Wahl dann Röttgens Niederlage zum Knockout nutzte um ihn kalt zustellen? In Anbetracht dessen das ich Angela Merkel weder für dumm noch für einen Hasardeur halte macht das nur dann politischen Sinn wenn im Umweltamt Pläne geschmiedet werden die bis dato noch nicht wirklich bekannt sind. Ich mag keine haltlosen Verschwörungstheorien aber die Realität zeigt uns das Sinnlosigkeit nicht der Vater aller politischer Entscheidungen ist und so liegt die Vermutung nahe das dieser Entscheidung eine Politik folgt die Röttgen so nicht mitgetragen hätte oder aber ein Grund in der Gesinnung der Kanzlerin ist den wir alle (noch) nicht kennen.
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In ein paar Wochen wird Ebay die Zahlungsabwicklung verändern.
Ich möchte Ebay nach 10 Jahren Handel auf diesem Marktplatz deshalb an folgendes erinnern.
Euer Auktionshaus ist im laufe der Jahre mit uns, den privaten und gewerblichen Verkäufern zur Weltspitze, gemessen am Umsatz aufgestiegen. Anfänglich konnten wir noch Kontakte mit den Käufern selber knüpfen und Ebay ist nur teurer geworden. Später dann habt ihr die Verkäufer der Willkür ausgesetzt in dem ihr ein Bewertungssystem installiert habt das nur den Gedanken an Fairness schon lächerlich macht. Ach und natürlich seit ihr auch dort teurer geworden. Jetzt aber wollt ihr den Verkäufer und Käufer nahezu entmündigen indem ihr euch als Treuhänder Schiedsrichter Banker und Richter in Szene setzt. Ihr vergesst aber das es die hunderttausende von Verkäufer auch Käufer sind die Ebay zu dem gemacht haben was es ist. Ein toller Marktplatz der uns Kinderleicht mit Leuten in China Malaysia oder Brasilien zusammenbringt. Ein Marktplatz der mit und durch die Kommunikation lebt und der gerade deshalb anfänglich auch Spaß gemacht hat. Wir alle, die Käufer und Verkäufer bekommen in Anbetracht der geplanten Änderungen ein Problem weil Existenzen für die einen auf dem Spiel stehen, und für die anderen weil sie einen spannenden neugierig machenden Marktplatz verlieren werden der nun zum schnöden Kaufhaus verkommt. Amazon hat Ebay in den letzten Jahren überholt weil Ebay sich selber nicht Treu geblieben ist. Statt Marktplatz zu sein wollt ihr einen durch strukturierten Kaufprozess und wir die Käufer und Verkäufer sind dabei nur noch Transaktionsnummern ohne Herz und Verstand.
Die Seele, der Flair von Ebay hat schon lange Schaden genommen aber eure Mitmenschen merken das und werden sich nicht zu Nummern degradieren lassen. Ebay war der genialste Marktplatz dieser Welt aber ohne uns Verkäufer und Käufer seit ihr eben doch nur eine Webseite. Behandelt uns deshalb nicht wie unmündige Kinder sondern wie willkommene Gäste, und wir zahlen gerne denn wir wissen ja um die positiven Seiten von Ebay.
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Was ist Freundschaft und was verstehen wir darunter?
Ich möchte ihnen hierzu einmal die Stern.de Bilderserie über
ungewöhnliche Freundschaften aus dem Tierreich empfehlen. Dort werden
Affe und Taube, Dackel und Löwe sowie Schwein und Tiger in ungewöhnlichen
Freundschaftsposen gezeigt. Dreizehn Tier Beziehungen, die so gar nicht
zueinander passen und doch eines gemeinsam haben. Den Wunsch nach Nähe
und die Angst vor der Einsamkeit. Freundschaft ist hier ein Begriff des
Arrangements mit den Gegebenheiten, und wenn eine Katze sich mit dem Bären
im Zoo anfreundet, dann verdient das schon Beachtung. Wenn sich ein
kleiner Affe mit einer Taube verbrüdert ist das eben nicht die Norm, sondern
wirklich ungewöhnlich nur mit Freundschaft hat das eigentlich nichts zu tun. So
liebenswert wie die gezeigten Beispiele auch sein mögen sie offenbaren
vor allem das Lebewesen soziale Bindungen brauchen. Das sie, um zu Überleben
auch obskure Freundschaften schließen und die Fremdenfeindlichkeit ein
Ende hat, wenn die Umstände es erfordern und zulassen. Die freie Assoziierung
zu rassistischen Bestrebungen beim Menschen mögen weit hergeleitet sein
aber wieso war Uwe und Uwe (Mundlos und Bönhardt die Terrorzelle
aus Zwickau) nicht dazu in der Lage freundschaftlich mit Türken umzugehen? Weshalb
killt Anders Breivik 86 Jugendliche, die er nicht kennt und die ihm nichts getan haben? Ist der Mensch das dümmere und schlechtere Tier?
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Der Fall Wulff zeigt einmal mehr das Wir heute nicht nur von Politikern Transparenz fordern, sondern unser ganzes Staatsgefüge basiert darauf das sich jeder zu Rechtfertigen hat. Politiker erklären sich vor Journalisten und Oppositionellen und umgekehrt. Nicht nur im juristischen Sinne bei Straftaten, sondern als allgemeine Norm vor dem Finanzamt, in Behörden und anderen Institutionen. Was aber daran ist ethisch moralisch richtig? – Nichts. -
Wie schon zum Wikileaks Thema festgestellt ist Ethik und Moral etwas ausgesprochen sensibles das sich immer nur aus einer konkreten Situation heraus kristallisiert. Transparenz zu fordern ist keineswegs moralisch einwandfrei sondern fragwürdig, weil es ja jemanden gibt, der sich mit der Verhaltensweise im Nachhinein auseinandersetzten soll. Wohl möglich noch um ihn juristisch zu belangen oder öffentlich zu diskreditieren. Dieses Ausdrucks System besagt, das der Intrigant gut ist und der Verschwiegene schlecht. Es zeigt auf das ein Verräter etwas Positives ist und der Geheimnisträger von vornherein Negativ. Diese Logik führt letztlich dazu das jeder jedem misstraut und das alleine das Wort Transparent schon etwas Gutes birgt. Im Fall Wulff haben wir jetzt die groteske Situation das sich ausgerechnet das Staatsoberhaupt entblößt nur um die Brisanz aus seinem vermutlich bzw. vermeintlichen Fehlverhalten aufzulösen sucht. Der Transparenz Logik folgend müsste also jeder der ihn „Verrät“, sei es auch seine Gönner und Freunde, etwas zum Staatswohl beitragen. Das aber ist mit moralischem Denken vielleicht noch nachvollziehbar aber nach ethischen Kriterien nicht. Hier sind alle Menschen gleich, es gibt kein oben oder unten sondern nur situationsgerechte Verhaltensmechanismen ohne Ansehen der Person. Das heißt, das wer immer einem anderen einen Schaden zufügen will und sei es nur um ihn bloß zu stellen, der tut etwas das dem Ethos des Menschen zuwider laufen sollte. Die Erweiterung der Debatte um Wulff mit Bonusmeilen Kleiderkosten und Freundschaftsgesten halte ich längst für unwürdig nicht nur für Christian Wulff, sondern eben auch für jene die Jagd auf ihn machen.
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Die folgende Spiegel – Online Einleitung zur Christian Wulff Krise soll für mich Anlass genug sein einmal über die Ethik und Moral unserer Presse und Zeit nachzudenken.
Zitat: Es gibt in der Hölle einen besonders unangenehmen Platz, ziemlich tief unten, da kommen die Leute hin, die bei der Beichte nicht aufrichtig waren. Wer sich den Freispruch durch falsche Reue erschummeln will, wird schlimmer bestraft als ein Sünder, der sich der Sühne ganz verweigert. An diesem Platz kann man sich jetzt auch den Bundespräsidenten ganz gut vorstellen, zumindest wenn man an die Hölle glaubt. Und das möchte man unbedingt, nachdem man Christian Wulff am Mittwochabend im Interview gesehen hat (das komplette Interview im Video und im Wortlaut). Irgendwo muss die Gerechtigkeit ja ihren Platz haben. Im Schloss Bellevue findet sie den nämlich nicht. Dort wohnt nur die Selbstgerechtigkeit.
( http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,807275,00.html vom 05.01.2011)
Genau dieses Gottesverständnis im Christentum soll uns Menschen zur Reue im Leben, zur Nachsicht und dem Verständnis füreinander bewegen. Vor Gott ist Selbstgerechtigkeit die Sünde und Einsicht die Tugend. Allerdings verweigert sich Wulff nicht der Sühne grundsätzlich er hat ja nun schon zweimal den medialen Kniefall vollzogen. Und außerdem impliziert der Text ja von vornherein das die Beichte vom Bundespräsidenten aus einer falschen geheuchelten Reue bestimmt war.
Mir stellt sich deshalb die Frage: Was treibt einen Journalisten dazu, sich an zu maßen im Sinne Gottes denken und urteilen zu können?
Es ist die Macht die diese Leute haben und dessen sie sich auch bewusst sind. Gott gleich bestimmen sie über das, was im Land moralisch und ethisch vertretbar ist, und wer ihrer Meinungsmache nicht folgt, wird ihren Zorn unweigerlich spüren. Mit der spitzen Feder kann man Menschen in den Suizid treiben und durch bloße Veränderung einer chronologischen Zeitfolge ganze Geschichtsmanipulation betreiben. Uns allen ist klar, und das ist wieder biblisch, die Macht hat, der der das Wort besitzt. Der oben zitierte Journalist denkt also ganz offensichtlich das sein Wort Gottes Absolutismus widerspiegelt und sein Machtanspruch frei von der vorgeworfenen Selbstgerechtigkeit ist. Mir schwant schon jetzt beim Schreiben, das die Selbstgerechtigkeit durchaus nicht nur im Schloss Bellevue wohnt. Ich fürchte vielmehr das die viel gerühmte Pressefreiheit eben nur so lange den gerechten Platz hat wie die die damit umgehen auch dem Maß an Menschenwürde folgen das wir alle erwarten dürfen. Tun sie das aber nicht, dann ist dieses eigentlich positive Recht auf Pressefreiheit eben jene fadenscheinige Rechtfertigung, die man Wulff vorwirft. Ich bin weder für Christian Wulff noch gegen ihn aber ich bin für Gerechtigkeit und ich kann jedem Menschen Lug und Betrug vorwerfen, wenn ich seine Worte seziere. Zeitsprünge in die Aussagen einbaue, Gesagtes aus dem Kontext reiße und Wortklauberei betreibe. Wir fordern heute nicht nur von Politikern Transparenz, sondern unser ganzes Staatsgefüge basiert darauf das sich jeder vor ihm zu Rechtfertigen hat.Nicht nur im juristischen Sinne bei Straftaten, sondern als allgemeine Norm vor dem Finanzamt, in Behörden und anderen Institutionen. Was aber daran ist ethisch moralisch richtig? Nichts.
- Fortsetzung folgt -
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Wenn man sich die Chronik der Ereignisse ansieht und die vielen Kommentare in den Medien fragt man sich eigentlich nur noch, wann der Bundespräsident zurücktritt?
Ich aber frage mich zunächst warum hat der BP überhaupt bei seiner ersten Befragung die Finanzierung seines Hauses durch die Familie Geerkens verschwiegen hat?
Blinde Korruption und Vetternwirtschaft durch Geerkens fallen eigentlich schon deshalb weg, weil die beiden sich ein ganzes Leben lang kennen und wenn der BP sich Geld ergaunern wollte, er sicher keinen Kredit bei jemandem aufnimmt. Das wäre ein Widerspruch in sich selbst und taugt in diesem Fall nicht. Mir scheint die banalste Erklärung die ein leuchtendste zu sein.
Dem Bundespräsidenten ist sein Mangel an Vermögen schlicht peinlich gewesen. - Den Kredit hat er infolge auch nicht als geschäftliches Ereignis gewertet, sondern als Hilfe und damit aus seiner Sicht tatsächlich nicht gelogen. So abstrus sich das für einen normal verdienenden Bürger auch anhört, in der Welt von Christian Wulff zwischen Maschmeyer und präsidialen Ansprüchen hat nur dieser Grund eine Logik. In der Tat dürften die meisten unserer langjährigen Ministerpräsidenten eine solche Summe aus der Portokasse bezahlen und brauchen ganz sicher keine Vollfinanzierung bei einem Haus kauf. Für diese These spricht im Übrigen auch der blanko Scheck ohne Absenderkennung mit der Wulff sein Haus bezahlt hat. Wenn dem so ist und der BP tatsächlich aus dem Charaktermangel heraus sich, als wenig vermögend zu outen, in diese Geschichte hinein manövriert hat dann ist mein Mitleid begrenzt. Je nachdem, was Christian Wulff nun als Lernprozess für Schlüsse aus seinen Erlebnissen zieht, birgt diese Krise aber auch Chancen für seine und unsere Zukunft. Er wird dem System gegenüber, das er ja präsentiert kritischer und hoffentlich nachhaltig bewusster entgegentreten und ein guter Präsident sein oder aber er geht an den momentanen Bedingungen seelisch zugrunde, kapituliert innerlich und ist nur noch ein Unterschriften Automat. Die Zeit wird uns zeigen, welchen Weg Wulff nimmt und ob er die Kraft hat etwas aus dem selbst gemachten Desaster zu lernen.
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Die Medien berichten von immer neue Vorwürfen gegen Wulff und seine Familie.
- Laut Spiegel Online soll der Kredit von der Familie Geerkens nicht im Grundbuch eingetragen sein und auch ein Notariatsvertrag fehlt.
- Wulff will nicht das die Bildzeitung seine Mailbox Nachricht veröffentlicht
- Frau Wulff trägt kostenlos bereitgestellte Kleidung und Accessoires bekannter Designer und Modehäuser.
Zu den Vorwürfen im Spiegel fragt sich welcher Azubi dort recherchiert hat denn in einem Grundbuch wird überhaupt nur dann ein Eintrag fällig wenn eine Grundschuld auf das Haus aufgenommen wird aber nicht bei einem normal gewährten Kredit wie den von Frau Geerkens. Der fehlende Notariatsvertrag ist genau so ein dummes Zeug denn bei einer privaten Kreditvergabe zieht man überhaupt keinen Notar hinzu da der nichts aber auch gar nichts damit zu tun hat. Das Christian Wulff die Mailbox Nachrichten von der Bild Zeitung nicht veröffentlicht haben will halte ich persönlich für schwach und für einen Fehler. Er wünscht sich sicherlich das Ende der Affäre herbei aber so wird ihm das kaum gelingen denn längst geht es den Medien nicht mehr um Inhalte sondern man will seinen Hut und solange es offene Fragen gibt wird man die nutzen um Geschichten zu verbreiten. Das dabei auch bei Frau Wulff nicht gut wegkommt und der Präsident nebst Gattin nun als Schnorrer und Amigo weitergereicht werden ist ihm anzukreiden. Nicht das seine Frau solche Kleidung trägt das kann uns allen völlig egal sein wer sie Rausputzt, nein aber das ihm trotz jahrelanger Erfahrung solche „Fehler“ in der Politik unterlaufen ist Bemerkenswert. Sollte er doch wissen das man sich lieber nicht angreifbar macht und das die Leute Günstlingspolitik hassen, ob nun aus Neid oder Missgunst lassen wir mal dahingestellt, Fakt ist solche Zuwendungen sind ungeschickt und er sollte es wissen. Interessanter aber als die Kleidung seiner Gattin ist die Frage warum solche Geschichten just in dem Augenblick ausgegraben werden wo der Bundespräsident ohnehin angeschlagen ist. Über Wochen schon verfolgt uns dieses Thema und die Frage warum die Bildzeitung, eigentlich ja das Presseorgan der Regierung schlechthin sich gegen Wulff eingeschossen hat. Was haben die Medien gegen den Bundespräsidenten den ich persönlich ohnehin eher als Farblos erlebt habe und auch ein Amigo und Schnorrer Dasein ist kein Grund für eine Hetzjagd wie wir sie in letzter Zeit erleben. Das Gegenteil ist der Fall solche Leute lassen sich im allgemeinen ja gut lenken weshalb also diese Pressekampagne? Da gibt es jetzt für mich zwei Möglichkeiten weshalb Wulff den Weg freimachen soll.
- Wulff hat mit seinem Satz „der Islam gehört zu Deutschland“ einen Nerv getroffen der ganz besonders bei den Konservativen im Land ein Dorn im Auge ist. Das nun ausgerechnet die eher Linken und moderaten Kräfte im Land die Entmachtung von Wulff voran treiben wäre ein Hohn der Geschichte.
- Für diese Variante bediene ich mich der folgenden Quelle. http://www.godmode-trader.de/nachricht/Das-Bauernopfer,a2729785.html
Wulff hat sich zu Beginn seiner Amtszeit, für ihn ganz untypisch eigentlich sehr deutlich mit der Finanzkrise auseinander gesetzt. Ich Zitiere:
„Erst haben Banken andere Banken gerettet, dann haben Staaten Banken gerettet, dann rettet eine Staatengemeinschaft einzelne Staaten. Wer rettet aber am Ende die Retter? Wann werden aufgelaufene Defizite auf wen verteilt beziehungsweise von wem getragen?“
Weiter warnte Wulff in der FAZ:
„Politik mit ungedeckten Wechseln auf die Zukunft ist an ihr Ende gekommen. Was vermeintlich immer gut ging – neue Schulden zu machen -, geht eben nicht ewig gut“.
„Ich verstehe, dass viele nicht nachvollziehen wollen, dass Bankmanager teils exorbitant verdienen, dass aber zugleich Banken mit Milliarden gestützt werden. Und Trittbrettfahrer in der Finanzwelt spekulieren weiterhin darauf, von der Politik und damit letztlich von den Steuerzahlern aufgefangen zu werden – weil sie zum Beispiel zu groß sind und zu relevant für den gesamten Wirtschaftskreislauf“.
Diese Sichtweise auf die Finanzpolitik der Gegenwart ist in letzter Konsequenz wohl ein System kritisches denken das man Wulff zumal ja Nutznießer nicht zugetraut hat und mit dem man sich nicht konfrontieren mag denn es ist die Wahrheit. Vermutlich ist die Entmachtung von Wulff aber nicht auf eine der beiden Möglichkeiten zurück zu führen sondern auf beide und natürlich auf ihn selbst. Sein Krisenmanagement und sein lavieren statt einiger Machtworte laden die Journalisten zum Nachtreten gerade zu ein und so fürchte ich das ist nicht der letzte Artikel den ich der Sache widme.
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